Willkommen beim Helmholtz-Verbund REKLIM!

Die Helmholtz-Klimainitiative REKLIM (Regionale Klimaänderungen) ist ein Verbund von neun Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft. REKLIM nutzt die in der HGF gebündelte Kompetenz für regionale Beobachtungs- und Prozessstudien in Kombination mit Modellsimulationen zur Verbesserung von regionalen und globalen Klimamodellen, die eine solide Basis für klimabezogene Entscheidungshilfen bieten sollen. Globale Klimasimulationen werden genutzt, um die Auswirkungen von Klimavariabilität und Klimaänderungen auf regionaler Skala mit verbesserten Modellierungsystemen für Zuordnungs- und Auswirkungsstudien zu untersuchen. Die aus diesen Studien hervorgehenden Prozessmodule und Parametrisierungen dienen auch zur Verbesserung von globalen Klimamodellen. Hinsichtlich der Auswirkungen von Klimaveränderungen, werden sich durch REKLIM verschiedene Möglichkeiten eröffnen, um das Verständnis des regionalen Erdsystems zu verbessern. Darüber hinaus werden Entscheidungsträger über die Regionalen Klimabüros der Helmholtz-Gemeinschaft und das Climate Service Center bei der Beurteilung von Risiken und Chancen sowie bei der Entwicklung von Vermeidungs- und Anpassungsstrategien unterstützt.

UN-Klimakonferenz COP24 in Katowice, Polen
Vom 3. bis 14. Dezember findet die 24. UN-Klimakonferenz in Katowice statt, um ein Regelbuch für das Pariser Klimaabkommen zu verabschieden. Doch es ist fraglich, ob das gelingt, sagt UFZ-Klimaökonom Prof. Reimund Schwarze im Interview. Reimund Schwarze ist Umweltökonom am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig und Professor an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Er ist gleichzeitig Sprecher des REKLIM-Themas 7, „Risikoanalyse und Risikomanagement für integrierte Klimastrategien“ und begleitet seit Jahren die UN-Klimaverhandlungen.

Prof. Dr. Peter Lemke im Gespräch im Deutschlandfunk (04.11.2018)

"Als im November 1988 das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (oder auf Deutsch „Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen“ oder kurz: Weltklimarat) vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) als zwischenstaatliche Institution ins Leben gerufen wurde, war die politische Dimension seiner Arbeit längst nicht vorauszusehen."

REKLIM unterstützt Buchprojekt

Auf der vergeblichen Suche nach einem Buch, welches anschaulich und mit kurzen Texten das A und O des Klimawandels erklärt, kam den Studenten David Nelles und Christian Serrer die Idee zu ihrem Buchprojekt „Kleine Gase - Große Wirkung: Der Klimawandel“ .
Für beide Autoren war es von Anfang an wichtig, dass bei Leserinnen und Lesern nicht nur das Interesse am Thema Klimawandel geweckt wird, sondern dass der Buchinhalt auch wissenschaftlich fundiert ist.

Im Rahmen des 2nd Arctic Science Ministerial veranstaltet der Forschungsverbund REKLIM zusammen mit der Université de Versailles, Paris, am 24. 10. 2018 zwei „Side Events“, einen Workshop für Studierende und Doktoranden, sowie eine öffentliche Abendveranstaltung mit dem Ziel, Aufmerksamkeit unter Arktisexperten ebenso wie in der Öffentlichkeit für dringend notwendige Entscheidungen zu schaffen, die von allen sowohl arktischen als auch nicht-arktischen Staaten getragen werden sollten, da die aktuellen Klimaveränderungen, insbesondere in der Arktis, uns alle bettreffen.

Programm Workshop
Einladung öffentliche Abendveranstaltung
Live Stream durch Arctic Portal

Die Reste eines in Schwemmland begrabenen Kiefernwaldes am Fuße des Mont Saint Genis in Südfrankreich enthalten aufschlussreiche Informationen über einen drastischen Klimawandel. Die Kiefern begannen ihr Wachstum vor rund 12900 Jahren während der relativ warmen Allerød-Zeit. Das fossile Holz dokumentiert den Kälteeinbruch der „Jüngeren Dryas“.
Hier zeigt die Paläoklimaforschung, wie sie Wissenslücken mit Informationen aus natürlichen Klimaarchiven schließen kann“, sagt Achim Brauer.

Weitere Informationen (Pressemitteilung des GFZ vom 18.09.2018)
Mehr erfahren im aktuellen REKLIM-Report 2018, Seite 20-22

Klimawandel in Nordost-Deutschland

Der Forschungsverbund „Regionale Klimaänderungen“ (REKLIM) der Helmholtz-Gemeinschaft lud in diesem Jahr zu seiner 8. Regionalkonferenz nach Potsdam ein. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung standen Fragen zu Auswirkungen des Klimawandels in Nordost-Deutschland und im Besonderen zur Ressource Wasser.

Vor einigen Monaten verglühten die zwei Erdbeobachtungs-Satelliten der GRACE-Mission in der Atmosphäre. Dieses planmäßige Ende riss den Experten des Alfred-Wegener-Instituts (darunter REKLIM Sprecher Dr. Ingo Sasgen für Thema 2) eine Lücke in die Erforschung der Eisverluste in der Antarktis und in Grönland. Am 22. Mai 2018 um 12:47 Uhr Ortszeit startete nun erfolgreich die Nachfolge-Mission GRACE-FO vom US-Luftwaffenstützpunkt Vandenberg in Kalifornien (https://www.youtube.com/watch?v=Qm-t0DgBVUs). Sie wird wesentlich dazu beitragen, den künftigen Meeresspiegelanstieg besser abschätzen zu können.
Weitere Informationen (Pressemitteilung des Alfred-Wegener-Instituts vom 17.05.2018):

Die globale Klimaerwärmung wird das Problem der Dürren in Europa verschärfen - Dürren werden länger dauern, mehr Flächen und damit mehr Menschen betreffen. Erwärmt sich die Erde um drei Grad Celsius, werden Extremereignisse wie die Dürre im Jahr 2003 künftig in weiten Teilen Europas der Normalzustand sein. Das schreibt ein von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) koordiniertes internationales Autorenteam im Wissenschaftsmagazin Nature Climate Change.

Weitere Informationen (Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ vom 23.04.2018):

Zum  zweiten Mal arbeitet Berlinale NATIVe mit der Koordinierungstelle des Helmholtz-Verbundes REKLIM am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und der DEKRA Hochschule für Medien zusammen. Bei „Indigenous Life and Global Climate Change – From Polar Regions to Pacific Islands. From Melting Ice to Sea Level Rise“ beleuchten Wissenschaftler/innen und Filmschaffende in Vorträgen, Gesprächen und Filmvorführungen die dramatischen Folgen der globalen Erwärmung und ihre regionalen Auswirkungen.

Unter diesem Titel ist im Januar 2018 ein Beitrag im neuen Magazin zur Klimaforschung in den Polargebieten des Alfred-Wegener-Instituts erschienen. In fünfzehn Beiträgen, Interviews und verschiedenen Infografiken erhalten die Leserinnen und Leser einen aktuellen Überblick über den Stand der Klimaforschung in den Polargebieten. Aber neben der Forschung ist es auch wichtig zu erfahren, wie der Klimawandel sich regional ausprägt, denn den Klimawandel werden Menschen künftig zuallererst an Veränderungen in ihrer vertrauten Heimat wahrnehmen.

Topic Sprecher Prof. Reimund Schwarze als Beobachter vor Ort!
Seit vielen Jahren begleitet Prof. Reimund Schwarze vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig als Experte und Wissenschaftler die internationalen Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen. Er ist auch Sprecher des REKLIM Themas 7 "Risikoanalyse und Risikomanagement für integrierte Klimastrategien" und war am Klimagipfel im November 2017 als Beobachter des REKLIM-Forschungsverbundes mit vor Ort. In einem Interview spricht der Umweltökonom über die Erwartungen und darüber, wer künftig die internationale Führungsrolle übernehmen könnte.

Die Diskussionen um den Ausstieg der Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Pariser Klimaabkommen (COP21) haben den Boden für Zweifel an den Fakten zum Klimawandel sowie die Notwendigkeit der massiven CO2-Reduktion zur Eindämmung der Klimaerwärmung genährt. Die Argumentation von US-Präsident D. Trump sowie die kürzlich erschienene Erklärung des Berliner Kreises der CDU, die die Bundesregierung einmütig zurückgewiesen hat, haben Klimaforscher des Deutschen Klimakonsortiums veranlasst, noch einmal klar Stellung zu beziehen.

Im Nachgang zur Internationalen REKLIM Konferenz "Our Climate - Our Future", die im Oktober 2014 in Berlin stattfand, wurde ein Sonderband in der Zeitschrift POLARFORSCHUNG herausgegeben.

Die Helmholtz-Klimainitiative REKLIM wird gemeinsam mit dem WWF, den regionalen Bildungsträgern fesa e.V. und ifpro einen Fortbildungskurs für Erwachsene zum Thema Klimawandel entwickeln und bundesweit an Volkshochschulen durchführen. Unterstützt wird dieses Vorhaben namens "Klimafit" durch die Robert Bosch Stiftung und die Klaus Tschira Stiftung.

In Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) lud Bundespräsident Joachim Gauck zur Woche der Umwelt ein. 190 von einer Fachjury ausgewählte Bewerber durften nun am 7. und 8. Juni 2016 ihre Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte im Park des Schlosses Bellevue vorstellen. Zu ihnen gehörte auch die Helmholtz-Klimainitiative REKLIM.

meereisportal.de gehört zu den 100 Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2015. Entwickelt wurde es im Rahmen des Helmholtz-Verbundes Regionale Klimaveränderungen (REKLIM) als Gemeinschaftsprojekt der Universität Bremen und des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung.

Seit Beginn der globalen Temperaturmessungen im Jahr 1880 hat sich die Erde um etwa 1°C erwärmt. Aber die Erwärmung ist nicht überall gleich. Sie ist besonders groß auf den Kontinenten und in höheren nördlichen Breiten.

Animationsfilm für die Wissensplattform meereisportal.de

Audio:

30 Jahre Weltklimarat: Präzise Erforschung des Klimawandels
Deutschlandfunk, Sendung vom 04.11.2018: Prof. Dr. Peter Lemke (Beratendes Mitglied des Verbundes und ehemaliger wissenschaftlicher Koordinator) im Gespräch zu den Aufgaben des Weltklimarates.

Die Schattenseiten des Traumwetters
Dr. Andreas Marx (Sprecher von REKLIM Thema 4) war am 15.11.2018 als Studiogast in der Bayern 2 Sendung "Tagesgespräch" zum Thema Dürre zugeschaltet.

Video:

Die letzten Reste des Schneeferner-Gletscher: Wie stark hat es ihn in diesem Rekordsommer getroffen?
BR24-Bericht (Abendschau - Der Süden, 27.09.2018): Prof. Dr. Hans Peter Schmid (KIT, Leiter des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung und Sprecher von REKLIM Thema 4) informiert über die aktuelle Situation des Schneeferner-Gletschers.

REKLIM Veranstaltungen

Vorandkündigung:
9. REKLIM Workshop: 06.-08. Mai 2019 in Herrsching

Vorankündigung:
Internationale REKLIM Konferenz: 23.-26. September 2019, Berlin

REKLIM Report September 2018

Download (PDF)
Hardcopy des Reports kann bei der Koordinierungsstelle angefordert werden.

Hintergrundinformationen

zum Thema Klimawandel und zur Klimakonferenz (COP 23) auf den Seiten der Helmholtz-Gemeinschaft:
Überblick

Blogbeitrag von Prof. R. Schwarze:
Was ist von den Bonner Klimaverhandlungen zu erwarten?


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