Problembewusstsein

Klimawandel – eine Frage der Perspektive

 

Eine Frage der Perspektive

Was die Menschen über den Klimawandel denken und wie sie mit ihm umgehen, hängt stark von ihrem Lebensumfeld ab. Sozialwissenschaftler von REKLIM haben Bürger an unterschiedlichen Orten befragt, wie drängend das Klimaproblem für sie ist. Es gibt deutliche Unterschiede.

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Klimatyp 1: Die Kommunitaristen
Menschen dieses Klimatyps betonen ihre Verantwortung gegenüber ihrem Lebensumfeld. Für sie ist der
Klimawandel ein systemischer Fehler der Gesellschaft, der zukünftige Generationen unfair belastet. Deshalb ist sofortiges Handeln notwendig.

Klimatyp 2: Die Systemiker
Sie verstehen den Klimawandel als einen von mehreren systemischen Fehlern der Gesellschaft und meinen, dass andere globale Probleme, wie z. B. Hunger, zuerst gelöst werden sollten. In Sachen Klima sei mittelbares Handeln notwendig.

Klimatyp 3: Die Ökonomisten
Sie vertreten den Standpunkt, dass man nicht erst auf die wissenschaftliche Bestätigung des Klimawandels warten sollte, sondern sofort handeln müsse. Ökonomische Anreize wie Steuern auf Öl oder Kohlendioxid helfen, Emissionen zu reduzieren.

Klimatyp 4: Die Skeptiker

Sie argumentieren, dass der menschenverursachte Klimawandel wissenschaftlich noch nicht bewiesen ist. Die Klimaforschung sei nicht präzise genug. Investitionen in Anpassungs- oder Klimaschutzmaßnahmen sind ihrer Ansicht nach eine Geldverschwendung.

Beteiligte Helmholtz-Forschungszentren: HZG, KIT, UFZ;  Beteiligte Universität: Universität Hamburg