Gateway to the Arctic V in Finnland

Vom 24. bis 26. Januar 2018 fand zum fünften Mal die Forschungsatelierreihe „Gateway to the Arctic“ in Pyhätunturi, Lapland, Finnland statt.

Thema der diesjährigen Veranstaltung war „Co-production of Knowledge“, mit dem die Rolle der unterschiedlichen Wissenshintergründe für die Entwicklung der Arktis unter dem aktuell stattfindenden Klimawandel beleuchtet werden sollte.

Das Format der Atelierreihe wird seit 2013 von der Deutsch-Französischen Hochschule Saarbrücken gefördert, die sich insbesondere der Intensivierung der binationalen Zusammenarbeit und des Austauschs zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses widmet. Das Atelier „Gateway to the Arctic“ hat sich zum Ziel gesetzt, den Austausch und die Diskussion über verschiedene Aspekte der aktuellen Arktisforschung zu unterstützen. Im Fokus stehen dabei junge Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen der Natur-, Geistes-, Human- und Sozialwissenschaften, die an polaren und zirkumpolaren Regionen interessiert sind. Das Atelier dient als Vernetzungsraum der beteiligten Institute, um Arbeitsschwerpunkte zu erweitern und gemeinsame Projekte zu fördern. Durch die Workshopserie wird die Netzwerkbildung zwischen den Teilnehmenden und der Ideenaustausch gefördert, der über die eigene Disziplin hinausgeht.

Das Klimabüro des AWI (Dr. Renate Treffeisen), der Forschungsverbund Regionale Klimaänderungen REKLIM (Dr. Klaus Grosfeld) und die Université de Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines (UVSQ) (Prof. Dr. Jan Borm) veranstalteten gemeinsam das Atelier. Co-Partner bei dieser Veranstaltung war die University of Lapland (Dr. Anna Stammler-Gossmann).

Gemeinsamer Treffpunkt aller Teilnehmenden war das Wissenschaftszentrum und Museum Arktikum in Rovaniemi, in dem der Direktor des Arctic Centre, Prof. Timo Koivorova die Teilnehmenden begrüßte und die Rolle des Arctic Centre beleuchtete, das der University of Lappland angeschlossen ist. Im Anschluss führte Nicolas Gunslay, Hauptgeschäftsführer und Ausstellungsleiter des Wissenschaftszentrums Arktikum die Teilnehmenden durch das Arktikum.

 

Zur Verdeutlichung der wissenschaftlichen Rolle und des Einflusses der Forschung in der Arktis, wurden in diesem Jahr folgende Themen im Programm aufgegriffen:

1)      Bedeutung von indigenem Wissen, sowie die Zusammenarbeit mit indigenen Gruppen in arktischen Gebieten

2)      Beiträge zur Steuerung der arktischen Länder und Wirtschaftsbeziehungen von nicht-arktischen Staaten mit Russland.

3)      Ein weiteres Thema war die Rentierhaltung und Kultur in Lappland.

Die Vorträge und Workshops der Forschungsreihe fanden in einem Gästehaus der University of Lappland , in Pyhätunturi statt und wurden unter anderem durchgeführt von:

                Dr. Anna Stammler-Gossmann (University of Lapland)

                Dr. Stephan Dudeck (University of Lapland/ University of St. Petersburg)

                Dr. Erich Kasten (Foundation of Siberian Cultures)

                Dr. Nuccio Mazzullo (University of Lapland)

                Dr. Jean-Michel Huctin (UVSQ)

Um auch einen Einblick in die kulturellen Lebensweisen vor Ort zu bekommen, besuchten die Teilnehmenden eine Rentierfarm, bei der die Bedeutung und die Haltung der Rentiere in Lappland thematisiert wurde. Ebenso wurde den Teilnehmenden bei einem Abendessen in einer Farm ein umfassender Einblick in das Leben und die Geschichte von Lappland gewährt.

Das Programm des dreitägigen Ateliers findet sich hier.

Informationen zu "Gateway to the Arctic" Veranstaltungen der Jahre 2012 - 2015 erhalten Sie hier