Neue Kursstandorte: Norddeutschland und Südwestdeutschland

Der Kurs „klimafit“ wurde im Frühjahr 2019 an 15 Standorten in Nord- und Südwestdeutschland durchgeführt. Insgesamt wurden fünf unterschiedliche Bundesländer in Norddeutschland abgedeckt. Hierbei nahmen die Volkshochschulen der sieben folgenden Städte teil: Bremen, Bremerhaven, Eckernförde, Emden, Greifswald, Hamburg und Rostock. Für Norddeutschland wurden Städte und Gemeinden unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlichen Einwohnerzahlen ausgewählt, die durch ihre geographische Lage einen Bezug zur Küste und zum Meer vorweisen. Während Emden, Bremerhaven, Bremen und Hamburg auf der Seite zur Nordsee liegen, befinden sich Eckernförde, Rostock und Greifswald an der Ostsee.
Die Kursstandorte in Süddeutschland teilen sich auf in fünf Kommunen, die „klimafit“ bereits zum zweiten oder dritten Mal durchführen und in drei neue Kommunen, in welchen „klimafit“ 2019 das erste Mal stattfand. „klimafit“ wurde an den folgenden Städten in Süddeutschland das erste Mal durchgeführt: Bad Krozingen, Ettlingen und Freiburg sowie das zweite Mal in Bad Säckingen, Bühl, Heidelberg und Offenburg. Die Stadt Emmendingen führte den Kurs bereits zum dritten Mal durch.  
Die „klimafit“-Kurse starteten je nach Standort zwischen Februar und März. Der Endtermin war ein virtueller Kursabend, der gemeinsam am 29.04.2019 abgehalten wurde. Die Anmeldung verlief über die lokale Volkshochschule, pro Kurs konnten 20 Personen teilnehmen. Die Anmeldegebühr pro Person betrug für sechs Kursabende 20,00 Euro. Die Kurse begannen um 18.00 Uhr und endeten um 21.00 Uhr. 

Kursstandorte 2019 – Norddeutschland

Bremen

Bremen ist in Norddeutschland die zweitgrößte Stadt, die „klimafit“ durchführte und umfasst gut 568.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Stadt Bremen setzt sich zum Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen erheblich zu reduzieren und mit Klimaanpassungsstrategien die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen vor Ort langfristig zu erhalten. Deshalb wurde 2009 ein Klimaschutzprogramm entwickelt, in welchem Maßnahmen und Strategien zur CO2-Reduktion zusammengefasst werden, zudem wurden Strategien zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels entwickelt. 2011 wurde das Klimaschutzmanagement des Senats für Umwelt, Bau und Verkehr Bremen aktiv und unterstützt die Stadt in der Umsetzung ihrer Ziele. Erneut zusammengestellt wurden diese in einem Klimaschutzprogramm, welches am 27.03.2015 durch das Bremische Klimaschutz- und Energiegesetz als rechtsgültig erklärt wurde. An der Volkshochschule Bremen haben sich acht interessierte Teilnehmende für den Fortbildungskurs „klimafit“ angemeldet.

Bremerhaven

Die Stadt Bremerhaven mit knapp 120.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt etwa 65 km von Bremen entfernt an der Wesermündung. Das Magistrat der Stadt Bremerhaven stellte 2014 ein integriertes Klimaschutzkonzept fertig, in welchem Maßnahmen zum Klimaschutz festgelegt wurden. Ein Beispiel ist der Ausbau von Wind- und Biogasanlagen zur Reduktion des Treibhausgasausstoßes. Für den kommunalen Klimaschutz zeigt sich das Klimastadtbüro verantwortlich, dessen langfristiges Ziel es ist, den kommunalen, den zivilgesellschaftlichen und den unternehmerischen Klimaschutz zu verbinden. Zudem richtet sich die Stadt Bremerhaven nach dem Leitbild „Klimastadt“ und möchte das Handeln der Stadt, der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen klimagerecht gestalten. Zudem möchte die Stadt im Rahmen des Jugendklimarats auch die Jugend von Bremerhaven zum kommunalen Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels motivieren. Die „klimafit“-Kursabende fanden in der Volkshochschule Bremerhaven statt, hier erweiterten 21 Bürger und Bürgerinnen ihre Klimakenntnisse.


Eckernförde

Eckernförde ist mit knapp über 22.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die kleinste Gemeinde des „klimafit“-Kurses in Norddeutschland. Sie liegt etwa 30 km nördlich von Kiel entfernt an der Ostsee. Bereits 1988 wurde die Gemeinde als umweltfreundlich ausgezeichnet. Denn der Naturschutz wird stark gefördert und in die Stadtplanung integriert. 2015 wurde ein Klimaschutzkonzept aufgestellt, in dem verstärkt auf den CO2-Ausstoß und das Risiko des Meeresspiegelanstiegs verwiesen und entgegenwirkende Maßnahmen genannt werden. Zur Durchsetzung des Klimakonzeptes wurde eine Klimaschutzmanagerin beauftragt. 20 Teilnehmende besuchten den "klimafit"-Kurs an der Volkshochschule Eckernförde.

 

Emden

Die Stadt Emden hat knapp 50.500 Einwohnerinnen und Einwohner und verpflichtet sich seit 1997 zum aktiven Klimaschutz. Seit 2011 verfügt Emden über ein Klimaschutzkonzept. Die Stadt ist aktiv im Bereich regenerative Energien und in der Energieeinsparung, aufgrund der Lage Emdens ist die Windenergie von Bedeutung. 2015 wurde Emden als Klimagemeinde ausgezeichnet und 2016 in das Projekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“ aufgenommen. Dadurch werden die Ziele zur Energieeinsparung, Treibhausgasreduktion und zum Ausbau von erneuerbaren Energien unterstützt und die Stadt entwickelt sich zu einem Vorbild für Nachbargemeinden. Für den Kurs „klimafit“ an der Volkshochschule Emden waren 15 Klimainteressierte am Start.

 

Greifswald

Die östlichste Stadt des „klimafit“-Kurses in Norddeutschland ist Greifswald mit knapp 60.200 Einwohnerinnen und Einwohnern. 2008 wurde die Stadt Greifswald Mitglied des Klimaschutzbündnisses, das den Klimawandel offiziell anerkennt und eine Emissionsminderung von 14 % bis 2020 im Vergleich zu 2005 verfolgt. So wurde 2010 ein Klimaschutzkonzept für die Universitäts- und Hansestadt entwickelt. Seit 2016 wird Greifswald durch das Projekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“ in den kommunalen Klimaschutzzielen unterstützt. Der Kurs „klimafit“ an der Volkshochschule Greifswald begeisterte 16 Bürger und Bürgerinnen.



Hamburg

Hamburg umfasst rund 1,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner und ist somit die größte Stadt der „klimafit“-Standorte in der zweiten Projektphase. Die Stadt ist führend im Bereich der erneuerbaren Energien. Sie verfolgt das Ziel, eine klimafreundliche und klimaanpassungsfähige Stadt zu werden. Hierfür wurde zwischen 2007 und 2012 ein Klimaschutzkonzept entwickelt und mehrfach erweitert. Das Konzept zur Fortschreibung 2011 wurde als Kurzfassung zusammengestellt. „klimafit“ fand an der Volkshochschule Hamburg statt und bot 18 interessierten Hamburgern die Möglichkeit, ihr Klimawissen auszubauen.

Rostock

Mit 207.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist die Hansestadt Rostock die größte im „klimafit“-Projekt beteiligte Stadt an der Ostsee. Bereits 1993 trat Rostock dem Klimabündnis bei. 2005 konzipierte die Stadt Rostock ein Klimaschutzkonzept, in welchem die CO2-Einsparung und die verbesserte Energienutzung als Ziele zum Ausdruck gebracht werden. Dieses wurde im Jahr 2010 von der Bürgerschaft beschlossen. 2008 wurde eine Klimaschutzleitstelle gegründet, die die Energiewende in Rostock begleitet. Auch Rostock gehört zum Projekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“, dessen Schwerpunkte der Ausbau von regenerativen Energien sowie Maßnahmen zur Verkehrsentlastung waren. An der Volkshochschule Rostock haben sich 21 Teilnehmende im Rahmen von "klimafit" zum Klimaschutz fortgebildet.



Kursstandorte 2019 – Süddeutschland

Bad Krozingen

Bad Krozingen umfasst etwa 21.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Gemeinde fasste 2016 ihre Klimaschutzziele in einem Klimaschutzkonzept zusammen. Es wurde auf Grundlage der Energiestudie von dem Energie- und Umweltleister „badenova“ erstellt und umfasst die Themen Energieeinsparung und Effizienzsteigerung durch Nutzung von erneuerbaren Energien. Außerdem werden die Themen Abfall, Abwasser und Mobilität vorgestellt. In Bad Krozingen wird die Teilnahme von Bürgerinnen und Bürgern am Umweltschutz stark gefördert und sowohl die Energieerzeugung als auch die Verbraucherseite angesprochen. Der Kurs „klimafit“ fand an der Volkshochschule Bad Krozingen mit 16 Interessierten statt.



Bad Säckingen

Mit etwa 17.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Bad Säckingen die kleinste Stadt, die den Fortbildungskurs „klimafit“ anbietet. Die Stadt Bad Säckingen verfügt seit Dezember 2015 über ein integriertes Klimaschutzkonzept, welches durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit gefördert wurde.
„klimafit“ wurde an der Volkshochschule Bad Säckingen mit 22 Teilnehmenden durchgeführt.

Bühl

Bühl gehört mit etwa 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ebenfalls zu den kleineren Städten im Rahmen des Projektes „klimafit“. Die Stadt verfügt über ein Klimaschutzkonzept, welches sie im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums im Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis zum 31. März 2017 erstellte.
Der „klimafit“-Kurs fand im Rahmen der Volkshochschule Landkreis Rastatt statt und es nahmen 21 Bürger und Bürgerinnen teil. 

Emmendingen

Die Stadt Emmendingen hat im Rahmen der ausgewählten Standtorte eine besondere Bedeutung, da sie bereits im Wintersemester 2016/2017 an der Vorstudie zu „klimafit“ teilnahm, den Kurs 2017/2018 erneut durchführte und auch 2019 an „klimafit“ beteiligt ist.
Emmendingen umfasst etwa 28.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Stadt entschloss sich im April 2011 zur Planung eines Klimaschutzkonzepts, dessen Konzeption durch die Energieagentur Regio Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Institut für Energieforschung vorgenommen und Juli 2012 abgeschlossen wurde. Dieses Konzept wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgebaut und von der EnBW, Energie Baden-Württemberg, unterstützt.
Damit auch die Bürgerinnen und Bürger verstärkt in den Klimaschutz eingebunden werden, bot die Volkshochschule Nördlicher Breisgau den „klimafit“-Kurs in Emmendingen an und begeisterte 20 Teilnehmende. 

Ettlingen

Die Gemeinde Ettlingen mit 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt im nördlichen Baden-Württemberg knapp 10 km von Karlsruhe entfernt. In den letzten Jahren wurden verschiedene Klimaschutzmaßnahmen getroffen, beginnend bei dem Austausch von Glühbirnen in den Straßenlaternen bis hin zur Erstellung eines umfassenden Klimaschutzkonzeptes im Jahr 2010. Auch Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen werden mit in den Klimaschutz einbezogen. Beispielsweise können sich wirtschaftliche Betriebe ihr klimafreundliches Handeln durch den Verein Klimaschutz-Unternehmen e.V. auszeichnen lassen. Die Volkshochschule Ettlingen bot 21 Interessierten die Möglichkeit, ihr Klimawissen im Rahmen von „klimafit“ auszubauen.

Freiburg

Freiburg umfasst beinahe 230.000 Einwohnerinnen und Einwohner und ist somit die größte Kommune, die in Süddeutschland „klimafit“ anbietet. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden und den Klimaschutz voranzutreiben. Außerdem wurde das Klimaschutzkonzept von 2007 in 2018 fortgeschrieben. Die Bürgerinnen und Bürger sollten Ideen entwickeln, wie sie im Klimaschutz mitwirken können. Die Volkshochschule Freiburg bot mit „klimafit“ 20 interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern die Möglichkeit, ihr Klimawissen zu vertiefen.

Heidelberg

Im Rahmen des Kursprogramms „klimafit“ ist Heidelberg mit rund 150.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Süddeutschland, die „klimafit“ durchführt. Die Stadt Heidelberg beschäftigte sich früh mit der Thematik Klimawandel und Klimaschutz und verfügte bereits 1992 über ein erstes kommunales Klimaschutzkonzept. Das Konzept wurde überarbeitet und 2004 in einer aktuelleren Version fortgeführt.
„klimafit“ wurde an der Volkshochschule Heidelberg mit 18 Teilnehmenden durchgeführt.  

Offenburg

Offenburg umfasst etwa 60.000 Einwohnerinnen und Einwohner und verfügt seit dem Jahr 2012 über ein integriertes Klimaschutzkonzept als Rahmen für die Klimaschutzaktivitäten von Offenburg. Das Klimaschutzkonzept beinhaltet die Anpassung an den Klimawandel als Handlungsfeld. Die Kursreihe „klimafit“ mit sechs Kursabenden fand an der Volkshochschule Offenburg statt, es nahmen 17 Bürger und Bürgerinnen teil.