Kursstandorte Prototypentwicklung 2017/2018

Der Fortbildungskurs „klimafit“ fand in sechs unterschiedlichen Gemeinden der Region Südwestdeutschland im Wintersemester 2017/2018 an den jeweiligen Volkshochschulen statt: Bad Säckingen, Emmendingen, Bühl, Offenburg, Heidelberg und Stuttgart. Diese Standorte bieten aufgrund der gleichmäßigen räumlichen Verteilung und der unterschiedlichen Strukturen und Größenverhältnissen optimale Voraussetzungen, um anhand dieser unterschiedlichen Rahmenbedingungen Erfahrungen für die Prototypentwicklung von „klimafit“ zu erhalten. Zudem eignet sich diese Region, in der die Folgen des Klimawandels bereits spürbar sind, exzellent, um der Herausforderung Klimawandel zu begegnen.

Bad Säckingen

Mit etwa 17.000 Einwohner*innen stellt Bad Säckingen die kleinste Stadt dar, die den Fortbildungskurs „klimafit“ anbietet. Die Stadt Bad Säckingen verfügt seit Dezember 2015 über ein integriertes Klimaschutzkonzept, welches durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit gefördert wurde.
20 Teilnehmende besuchten den Kurs in Bad Säckingen. Die Durchführung von „klimafit“ wird in Bad Säckingen von wissenschaftlichen Gastreferent*innen, dem Umweltbeauftragten der Stadt Bad Säckingen, dem Klimaschutzverantwortlichen aus Murg sowie dem EEA-Beauftragten und Leiter der stadtinternen AG Energie aus der Stadt Wehr begleitet. Im Rahmen des ersten Kursabends betrachtete Dr. Hans Schipper vom Karlsruher Institut für Technologie mit den Teilnehmenden den „Klimawandel in der Region – Bad Säckingen“. Die Kursreihe startete am 09.11.2017 an der Volkshochschule Bad Säckingen und endete am 22.02.2018.

Emmendingen

Die Stadt Emmendingen hat im Rahmen der ausgewählten Standtorte eine besondere Bedeutung, da sie bereits im Wintersemester 2016/2017 an der Vorstudie zu „klimafit“ teilnahm. Von der Wiederholung des modifizierten und angepassten Kurses in Emmendingen im Rahmen der Prototypentwicklung können viele wichtige Informationen und Erfahrungen für das Projekt abgeleitet werden.
Emmendingen umfasst etwa 28.000 Einwohner*innen und beschäftigt seit drei Jahren einen Klimaschutzmanager. Die Stadt entschloss sich im April 2011 zur Planung eines Klimaschutzkonzepts, dessen Konzeption durch die Energieagentur Regio Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Institut für Energieforschung  vorgenommen und Juli 2012 abgeschlossen wurde. Dieses Konzept wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgebaut und von der EnBW, Energie Baden-Württemberg, unterstützt.
Es haben sich 22 Teilnehmende zum Fortbildungskurs „klimafit“ in der Volkshochschule Emmendingen angemeldet. Den wissenschaftlichen Gastvortrag am ersten Abend hielt Professor Dr. Eberhard Parlow vom Departement Umweltwissenschaften der Universität Basel. Er gewährte einen Einblick in das Thema „Wie manifestiert sich der Klimawandel in Baden-Württemberg und im Breisgau?“. Der Fortbildungskurs „klimafit“ begann in Emmendingen am 08.11.2017 und endete am 14.02.2018.

Bühl

Bühl gehört mit etwa 30.000 Einwohner*innen ebenfalls zu den kleineren Städten im Rahmen des Projekts „klimafit“. Die Stadt verfügt über ein Klimaschutzkonzept, welches sie im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums im Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis zum 31. März 2017 erstellte.
Die Volkshochschule Landkreis Rastatt bietet den Fortbildungskurs in Zusammenarbeit mit der Stadt Bühl an. Hier nahmen 16 Teilnehmende am Kurs „klimafit“ teil. Der Kurs wird durch wissenschaftliche Gastvorträge und Vorträge von städtischen Vertreter*innen aus dem Beteiligungsmanagement Klimaschutz – Energie der Stadt Bühl ergänzt. Am ersten Kursabend diskutierte PD Dr. Dirk Schindler von der Professur für Umweltwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg das Thema „Wie manifestiert sich der Klimawandel in Baden-Württemberg und am Oberrhein?“ . Die insgesamt fünf Kursabende begannen am 09.11.2017 und endeten am 22.02.2018.

 

 

Offenburg

Offenburg umfasst etwa 60.000 Einwohner*innen und verfügt seit dem Jahr 2012 über ein integriertes Klimaschutzkonzept als Rahmen für die Klimaschutzaktivitäten von Offenburg. Die Anpassung an den Klimawandel ist als Handlungsfeld in das Klimaschutzkonzept inte-griert.
In Offenburg haben sich 21 Bürger und Bürgerinnen für den „klimafit-Kurs“ angemeldet. Am ersten Kursabend erläuterte Dr. Hans Schipper vom Karlsruher Institut für Technologie das Thema „Wie manifestiert sich der Klimawandel in Baden-Württemberg und in der Orten-au?“. Die städtische Perspektive zur Rolle der Stadt Offenburg in Bezug auf Klimawandel und Klimaschutz wurden von der Klimaschutzmanagerin präsentiert. Die Kursreihe mit fünf Kursabenden startete am 21.11.2017 an der Volkshochschule Offenburg und endete am 06.02.2018.

Heidelberg

Im Rahmen des Kursprogramms „klimafit“ ist Heidelberg mit rund 150.000 Einwohner*innen die zweitgrößte im Projekt beteiligte Stadt. Die Stadt Heidelberg beschäftigte sich früh mit der Thematik Klimawandel und Klimaschutz und verfügte bereits 1992 über ein erstes kommunales Klimaschutzkonzept. Das Konzept wurde überarbeitet und 2004 in einer aktuelleren Version fortgeführt.
In Heidelberg haben sich 20 Personen aus dem Rhein-Neckar-Kreis für den Kurs angemeldet. Im Rahmen des ersten Kursabends bot Dr. Sanam Vardag, Geschäftsführerin des Heidelberg Centers for the Environment, einen Einblick in die Thematik „Klimawandel hier und jetzt?“ und zeigte den Klimawandel und seine Folgen in Heidelberg und Umgebung auf. Das Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg begleitete die Kursabende aus städtischer Perspektive zum Thema Klimaschutz. Die Kursreihe fand an der Volkshochschule Heidelberg vom 15.11.2017 bis zum 07.02.2018 statt. 

Stuttgart

Stuttgart ist als Landeshauptstadt Baden-Württembergs mit rund 600.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt, die den Fortbildungskurs „klimafit“ anbietet. Bereits 1997 erhielt Stuttgart ein Klimaschutzkonzept (KLIKS). Dieses beinhaltet den Fokus einer gemeinschaftlichen Senkung von CO2-Emissionen von Stadt, Wirtschaft und Bürger*innen. Das Klimaschutzkonzept wurde 2007 als "10-Punkte Programm zur Klima- und Energiepolitik" weitergeführt. Zurzeit wird als Fortschreibung der Masterplan 100% Klimaschutz ausgearbeitet. Stuttgart verfügt seit 2012 ebenfalls über ein Konzept zur Klimaanpassung. Das Konzept zur Klimaanpassung KLIMAKS basiert auf der Deutschen Anpassungsstrategie der Bundesregierung an den Klimawandel und ist spezifisch an die Verhältnisse in der Stadt Stuttgart angepasst.

In Stuttgart nahmen 16 klimainteressierte Bürgerinnen und Bürger am Fortbildungskurs „klimafit“ teil. Gastwissenschaftler Prof. Dr. Andreas Matzarakis, Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Freiburg, gab im Rahmen des ersten Kursabends einen Einblick in das Thema „Wie manifestiert sich der Klimawandel in Baden-Württemberg und in Stuttgart?“. Zudem werden die jeweiligen Kursabende durch Vorträge zum städtischen Klimaschutz und zur Anpassung aus dem Amt für Umweltschutz der Stadt Stuttgart ergänzt. Der Kurs „klimafit“ fand an der Volkshochschule Stuttgart vom 21.11.2017 bis 06.02.2018 statt.