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Thema 10 (bis 2013): Risikoabschätzungen und Risikomanagement für Klimaanpassungsstrategien

(GFZ, HZG, KIT, UFZ, Universitäten Potsdam, Hamburg, Leipzig)

Mit welchen Risiken geht der Klimawandel einher, und wie sind diese aus ökonomischer Sicht zu bewerten? Wie können politische Entscheidungsträger beim Umgang mit diesen Risiken von wissenschaftlicher Seite unterstützt werden?

Mittlerweile herrscht in Wissenschaft und Politik ein breiter Konsens, dass der Anpassung neben der Emissionsvermeidung eine essentielle Rolle in der Klimapolitik zukommt. Gemäß dem vierten Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) tritt der Klimawandel – bedingt durch anthropogene Treibhausga­semissionen – mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein. Selbst wenn die internationalen Klimaschutzverhandlungen von Erfolg gekrönt sind, ist eine Trendumkehr der klimatischen Verän­derungen in der kurzen bis mittleren Frist nicht zu erwarten. Bereits heute sind erste Folgen der klimatischen Veränderung, wie Extremereignisse (Überflutung, Hagel, etc.), Anstieg der Durchschnittstemperaturen und eine Veränderung der Nieder­schlagshäufigkeit und -verteilung spürbar. Somit gewinnt die Anpassungsstrategie für betroffene Interessengruppen und politische Entscheidungsträger auf verschiedensten Ebenen immer mehr an Bedeutung.

Folglich ermangelt die Anpassungs­politik einer wissenschaftlichen Grundlage. Entscheidungen werden zumeist ad hoc getroffen, unter isolierter Betrachtung einzelner Aspekte des Klimawandels und ohne eine adäquate Berücksichtigung der immensen, dynamischen Risiken und Unsicherheiten, mit denen der Klimawandel und dessen Folgen behaftet sind. Die Weiterentwicklung der Anpassungsfor­schung ist unabdingbar, ansonsten könnten Wirtschaft und Gesellschaft erheblichen Schaden nehmen.

Dieser Herausforderung nimmt sich REKLIM Thema 10 an. Die wesentliche Aufgabe besteht darin, Wissenslücken zu schließen, bzw. fehlendes Wissen und damit verbundene Risiken an die breite Öffentlichkeit zu kommunizieren und Anpassungsstrategien auf wissenschaftlicher Basis zu entwickeln.