Pressemitteilungen und Kurzmeldungen aus 2012

 

Wie kalt wird ein Winter in zwei Jahren? Neue Studie zeigt: Klimamodelle tun sich noch schwer mit mittelfristigen Klimaprognosen

4.12. 2012
Wie gut sind die weltweit wichtigsten Klimamodelle geeignet, um die Wetterbedingungen für das kommende Jahr oder gar Jahrzehnt vorherzusagen? Die Potsdamer Wissenschaftler Dr. Dörthe Handorf und Prof. Dr. Klaus Dethloff vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI) haben 23 Klimamodelle getestet und ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift Tellus A veröffentlicht. Ihr Fazit: Der Weg zu verlässlichen regionalen Vorhersagen auf saisonalen und dekadischen Zeitskalen ist noch weit. Keines der getesteten Modelle ist heute schon in der Lage, die wetterbestimmenden Muster von Hoch- und Tiefdruckgebieten so gut vorauszuberechnen, dass die Wahrscheinlichkeit eines kalten Winters oder eines trockenen Sommers verlässlich prognostiziert werden kann.
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REKLIM-Konferenz in Potsdam: "Klimawandel in Regionen"

16.08.2012
Der Fingerabdruck der Erwärmung: Umweltwissenschaftler der Helmholtz-Gemeinschaft beraten in Potsdam über die regionalen Veränderungen des Klimas.
Regen, der auf sich warten lässt, warme Meeresströmungen, die in der Arktis am Meereis nagen – der Klimawandel hinterlässt deutliche Spuren, die uns Menschen schon jetzt vor große Herausforderungen stellen. In Potsdam präsentieren die Wissenschaftler des Helmholtz-Verbundes Regionale Klimaveränderungen (REKLIM) am 3. September 2012 ihre neuen Forschungsergebnisse über die regionalen Auswirkungen der Erderwärmung. Die Themenpalette der Vorträge reicht dabei von der Dynamik des Grundwasserspiegels in Brandenburg bis zu Hochwasser-Vorhersagesystemen für das Mekong-Delta.
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Grönlands aktueller Eismassenverlust - Grönlands Eis schmilzt zunehmend, Verlust durch Schmelzen und Eisbergkalben während der letzten 10 Jahre außergewöhnlich hoch im Vergleich zu den letzten 50 Jahren

25.05.2012
Der grönländische Eisschild verliert weiter an Masse und trägt damit pro Jahr etwa 0,7 Millimeter zur aktuell beobachteten Meeresspiegeländerung von rund 3 mm pro Jahr bei. Dieser Trend steigert sich in jedem Jahr um weitere 0,07 Millimeter pro Jahr. Zugleich ergibt sich ein differenziertes räumliches Bild der Eismassenveränderung: Der Massenverlust ist im Südwesten und Nordwesten Grönlands am größten.
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Neue Studie zeigt Zusammenhang zwischen arktischer Meereisbeckung im Sommer und dem Winterwetter in Mitteleuropa

26.01.2012
Auch wenn die aktuelle Wetterlage scheinbar dagegen spricht: Die Wahrscheinlichkeit für kalte, schneereiche Winter in Mitteleuropa steigt, wenn die Arktis im Sommer von wenig Meereis bedeckt ist. Wissenschaftler der Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft haben einen Mechanismus entschlüsselt, wie eine schrumpfende sommerliche Meereisbedeckung die Luftdruckgebiete in der arktischen Atmosphäre verändert und darüber unser europäisches Winterwetter mitbestimmt.
Zur Pressemitteilung des Alfred-Wegener-Institutes: Neue Studie zeigt Zusammenhang zwischen arktischer Meereisbedeckung im Sommer und dem Winterwetter in Mitteleuropa